Gurtschnalle von Sutton Hoo


Die archäologische Ausgrabungsstätte von Sutton Hoo im englischen East Anglia umfasst zahlreiche Grabhügel, darunter das berühmte Schiffsgrab, aus dem bemerkenswert gut erhaltene, kostbare Artefakte aus dem 7. Jahrhundert geborgen wurden. Die bekanntesten Funde aus diesem Grab dürften der Helm und die goldene Prachtschnalle (Great Gold Buckle) von Sutton Hoo sein, beide wichtige Zeugnisse angelsächsischer Handwerkskunst.  

Diese massive, aufwändig gestaltete Gürtelschließe aus Messing ist eine detailgetreue Replik der goldenen Originalschnalle aus dem Bootsgrab von Sutton Hoo, wie sie im Londoner British Museum zu bewundern ist. Sie besteht aus drei Teilen - einer länglichen, etwas eiförmigen Beschlagplatte, einem Dorn mit runder Platte und einem Bügel. Dornplatte und Bügel können unabhängig voneinander bewegt werden. Alle Bestandteile der Gürtelschnalle sind reich verziert: Die Beschlagplatte ist ganzflächig mit Tieren bzw. tierähnlichen Kreaturen überzogen - von sich windenden Schlangen über ineinander verschlungene, vierbeinige Bestien bis hin zu stilisierten Vogelköpfen. Die schlangenförmigen Verzierungen wiederholen sich auf der Dornplatte, während der Schnallenbügel mit feinen Flechtmotiven dekoriert ist.

Der Urnes-Stil...


Der Urnes-Stil 

... ist der letzte der 6 bekannten wikingerzeitlichen Stilrichtungen, der sich bis zu Beginn des 12. Jahrhunderts hielt. Urnes löste Mitte des 11. Jahrhunderts den Ringerike-Stil ab. Filigrane und ineinander verflochtene Tierdarstellungen prägten den Urnes-Stil. Namensgeber dieses Stils war ein kleiner norwegischer Ort am Lustrafjord.