Laternen mit echtem Kathedralglas


Zur Historie der echten Bleiverglasung im Mittelalter

Zur Herstellung der Bleiverglasung wird nur wertvolles lichtechtes Kathedralglas verwendet. Das Schneiden der einzelnen Glasscherben und das Anpassen an die Bleiprofile sowie das anschließende Verlöten der einzelnen Bleiprofile sind sehr zeitaufwendig und Verlangen ein hohes Maß an Genauigkeit und handwerkliches Können, was auch den Preis für diese exklusiven Laternen erklärt.

 

Bleiglasfenster sind seit dem Hochmittelalter in Europa üblich. Zunächst wurde diese Technik nur für die Fenster der großen Kathedralen genutzt. Bleiglasfenster bilden ein wichtiges Merkmal der Gotik. Ab dem ausgehenden Mittelalter wurden aber auch immer mehr profane Gebäude mit Glaskunst ausgestattet.
Das Verfahren, eine größere Glasfläche aus kleinen Stücken zusammenzusetzen, begründet sich in der Schwierigkeit, flüssiges Glas in einer größeren Fläche so abzukühlen, dass es nicht reißt. Erst mit der Herstellung von Echtantikglas wurden auch größere Glasflächen möglich, durch Flachglas wurde dieses Problem ganz gelöst. So blieb den Glasmachern des Mittelalters nur der Weg, kleine Glasscheiben herzustellen und diese mittels Bleiruten zu verbinden und zu kitten. Durch die Verwendung unterschiedlich gefärbter Glasstücke schuf man auf diese Weise Bildfenster, die den scheinbaren Nachteil in eine eigene Kunstform umwandelten. Dabei bildet das technisch bedingte Gerüst der Bleiruten ein besonderes „graphisches“ Gestaltungsmittel. Die Scherben wurden vielfach mit Schwarzlot und Silbergelb bearbeitet, um feine Konturen, Schattenwirkungen und gelbe Stellen zu erzielen.

Wenn Sie besondere Wünsche einer Bleiverglasung für Laternen haben, schicken Sie uns Ihre individuellen Vorstellungen. Bei Sonderanfertigung ist mit einer Lieferzeit von 2 Wochen zu rechnen.

Gurtschnalle von Sutton Hoo


Die archäologische Ausgrabungsstätte von Sutton Hoo im englischen East Anglia umfasst zahlreiche Grabhügel, darunter das berühmte Schiffsgrab, aus dem bemerkenswert gut erhaltene, kostbare Artefakte aus dem 7. Jahrhundert geborgen wurden. Die bekanntesten Funde aus diesem Grab dürften der Helm und die goldene Prachtschnalle (Great Gold Buckle) von Sutton Hoo sein, beide wichtige Zeugnisse angelsächsischer Handwerkskunst.  

Diese massive, aufwändig gestaltete Gürtelschließe aus Messing ist eine detailgetreue Replik der goldenen Originalschnalle aus dem Bootsgrab von Sutton Hoo, wie sie im Londoner British Museum zu bewundern ist. Sie besteht aus drei Teilen - einer länglichen, etwas eiförmigen Beschlagplatte, einem Dorn mit runder Platte und einem Bügel. Dornplatte und Bügel können unabhängig voneinander bewegt werden. Alle Bestandteile der Gürtelschnalle sind reich verziert: Die Beschlagplatte ist ganzflächig mit Tieren bzw. tierähnlichen Kreaturen überzogen - von sich windenden Schlangen über ineinander verschlungene, vierbeinige Bestien bis hin zu stilisierten Vogelköpfen. Die schlangenförmigen Verzierungen wiederholen sich auf der Dornplatte, während der Schnallenbügel mit feinen Flechtmotiven dekoriert ist.

Der Oseberg-Stil...


Der Oseberg-Stil war Ende des 8. bis Mitte des 9. Jahrhunderts verbreitet und wurde durch den Fund eines Schiffsgrabes in Oseberg am norwegischen Oslofjord bekannt. Charakteristisch für den Oseberg-Stil ist die Verwendung von Greiftier-Motiven. Diese fremdartigen, nicht näher bestimmbaren tierähnlichen Wesen, dessen Formen die Kunsthandwerker so anordneten, dass sie jede vorstellbare Form harmonisch ausfüllen konnten, verdrängten zunehmend andere Motive. Bevorzugt fanden sie Verwendung auf Gebrauchsgegenständen aus Holz oder Metall. Aber auch als Teil der Verzierung des berühmten Osebergschiffes sind Greiftiere zu finden.

Der Oseberg-Stil wird auch als Broa-Stil oder Früher Wikingerstil bezeichnet.

Der Borre-Stil...


Der Borre-Stil folgte dem Oseberg-Stil im 9. Jahrhundert und hielt sich bis Mitte des 10. Jahrhunderts. Der frühmittelalterliche Borre- oder Greiftier-Stil ist nach der am Oslofjord gelegenennorwegischen Ortschaft Borre benannt. Tier- und Knotenornamente sind die Kennzeichen dieses Stils, der später vom Jelling-Stil abgelöst wurde. 

Der Urnes-Stil...


Der Urnes-Stil ist der letzte der 6 bekannten wikingerzeitlichen Stilrichtungen, der sich bis zu Beginn des 12. Jahrhunderts hielt. Urnes löste Mitte des 11. Jahrhunderts den Ringerike-Stil ab. Filigrane und ineinander verflochtene Tierdarstellungen prägten den Urnes-Stil. Namensgeber dieses Stils war ein kleiner norwegischer Ort am Lustrafjord.